Projekt-Dokumentation

Der Mundraubgarten soll zum Nach- & Mitmachen anregen. Daher versuchen wir, den Projektverlauf in der nachfolgenden, chronologischen Dokumentation so gut wie möglich zu beschreiben, damit er immer wieder als Nachschlagewerk zu Inspiration & Hilfestellung dienen kann. Wir freuen uns natürlich auch über regen Austausch!

 

 

August 2018:

 

 

- Wegen Zucchini-Schwemme und Tomatenflut kann unser Projektstand derzeit nicht aktualisiert werden... wir sind jede freie Minute mit allen Händen am Ernten, Verarbeiten.. zwischedurch Mulchen (der trockene Sommer setzt unseren Hügeln ordentlich zu... und die Wühlmäuse, die das Paradies auch für sich entdeckt haben).
Und ...hatten wir erwähnt, dass wir Kriecherl-Bäume entdeckt haben... unsere Nachbarn zum Zwetschgen-Ernten aufrufen und überall Äpfel gelesen werden wollen...? Von wegen Sommerloch... wir schwimmen in Arbeit... und Marmelade... ein unglaubliches Schlaraffenland... wir sind so dankbar.. !!!!  (Bilder folgen natürlich noch)
  

 

SOMMERFEST 2018:

 

 

- Unglaublich, was die letzten Monate alles geleistet wurde... Wir haben es geschafft und in den letzten Tagen der Vorbereitung packen nochmals alle Hände tatkräftig mit an, um den Waldschmausgarten für das Sommerfest von seiner schönsten Seite zu zeigen... zugegeben, wir hatten manche Krise zwischendurch, weil wie zumeist bei viel Arbeit fehlen immer viele fleissige Hände. Aber was wir hier und jetzt zusammen geschafft haben... ist ein Grund mehr, einen Tag lang genussvoll zu feiern, den Wald und die Werke auf sich wirken zu lassen und andere Gartenprojekte zum Austausch einzuladen:
  

 

Juli 2018:

 

 

- Der erste große Berg ist erklommen: die Pflänzchen sind alle auf den neuen Hügeln und wachsen prima, die letzten Hügel auf der
  gegenüber liegenden Waldseite sind nun auch geschafft (wir übrigens auch!) und es ist Zeit, mal kurz durchzuatmen.

 

- Den Baustamm in der Mitte, den wir als Insektenhotel stehen lassen wollen, hat mittlerweile seine Zweitfunktion als
   Bohnenstange in Betrieb genommen, die ersten Erbschen räckeln ihre kleinen Blätter der Sonne entgegen und auch das
   provisorische Kräuterbeet ist nun endlich an Ort und Stelle (was später einmal durch ein Stein-Rondell ersetzt werden soll,
   das auch Zauneidechsen ein Zuhause und unseren Beeten damit weniger Schnecken bescheeren soll... soweit die Theorie...)

 

- Auf den Bildern schon gut erkennbar: Die Zucchini, die an den Hügel-Spitzen angesetzt wurden - und hier prächtig gedeihen...
  

- Tatatataaaaaaaa... einen Tusch für unseren ERSTEN SALAT! UND Sooooooo lecker ( ok, er musste nach all der Arbeit einfach
  schmecken ;-)

 

- weniger schmeckt uns derzeit die Wuchsfreude von Springkraut und Knöterich...

 

- aber in Anbetracht der unglaublichen Fülle an leckerem Gemüse, Kohl, Zucchini, Tomaten, Salaten, dazwischen die Farbtupfer
   der (hier essbaren Variante) Tagetes und Brunnenkresse - lassen alle Mühen, Arbeit und Springkrautmeere vergessen... ein
   unglaublicher Zauber liegt über dem Wald... die erste Süße der Tomaten liegt im Mund und das Naschen und Ernten geht nur
   mit einem genüsslich zufriedenen Grinsen im Gesicht... es ist unglaublich, mit welcher Fülle uns die Natur hier für unsere Mühen
   entlohnt...
  

 

Mai/ Juni 2018:

 

 

- Apropos wachsen und ernten:  Damit auch was wachsen kann, sollte so langsam mit der Anzucht begonnen werden... und

  das gewachsene Gras in den Nachbarschaftsgärten will zum ersten Mal überall gemäht und das Schnittgut im Waldgarten als
  Mulch auf die fertigen Bodenhügel verteilt werden - nicht zu dick auftragen und schön locker aufschütteln...

 

- Es ist soweit: Die Hügel sind aufgebaut, das Wetter ist zwar zu heiß, aber wir starten dennoch mit der Einweisung was wo
  gepflanzt wird. Und normalerweise - so hat uns das Karin fest eingeimpft - wird im Waldgarten NICHT gegossen... da es aber
  heute so heiß war, haben wir am Abend eine Ausnahme gemacht, damit die zarten Wurzeln und Pflänzchen überhaupt wachsen
  können und nicht vor dem anwachsen schon verwelkt sind

 

 

- Was fehlt noch? TOMATEN.... und wo man sich schon in einer Bio-Gärtnerei befindet... findet sich auch noch allerhand Feines,
  das bestimmt einen Platz auf den vielen Hügelbeeten findet... nur zuvor... sollte das Ganze auch dorthin transportiert werden
  können... also Kaufrausch auf die Kapazität des Transportfahrzeugs zusammenschrumpfen *schnief* (hätten wir mal besser
  ein größeres Fahrzeug gehabt) und dann ... stapeln, quetschen und das Wort "ECO-Drive" neu definieren:

 

 

 

 

 

April 2018:

 

- die ersten Baumstämme und Holzbruchstücke warten auf ihren neuen Lageplatz..,

   ... was mit Sack- und SChubkarren eine ziemlich anstrengende Angelegenheit ist

   ... aber zum Glück gibt es in der Nachbarschaft auch einen Rückewagen und einen Nachbarn mit einem kleinen roten
       "Allroundflitzer", da geht die Arbeit gleich viel leichter von der Hand... und auch der Spaß an der Arbeit kommt nicht
       zu kurz
 

   ... etwas spannend ist die richtige Lagerung des Holzes - und dabei auch die Form des späteren Hügels im Auge behalten:
       Erst die "schweren Brocken", dann die Schmalhözer, dazwischen Äste und das Ganze möglichst im 45 Gradwinkel behalten


 

- wer dachte, die Baumstämme wären die meiste Arbeit... hatte zum Glück noch keine Ahnung, wie anstrengend das anschliessende Bodenauffüllen ist - Sisyphus lässt grüßen...
 

   ... erst werden auf den Ästen & Zweigen die Lücken mit Rindenmulch aufgefüllt, damit uns nicht zuviel wertvoller Boden
       verloren geht (normalerweise nimmt man hier eine Lage Graswasen, da wir aber im Wald keine Grasvasen haben, nehmen
       wir hier Rindenmulch und darauf dann einen Teil des abgetragenen Bodens)

   ... aufmerksame Leser erinnern sich an dieser Stelle, dass wir die Gänge beim Baggern mit dem Aushub "belagert" haben
       (klassischer Denkfehler - und so sind wir die ganzen Holzarbeiten lang auf dem Boden herumgelaufen, den wir jetzt auf
       das Holz schaufeln sollten... der Boden ist daher leider nicht mehr so "locker flockig" auf die SChaufel zu bekommen,
       sondern ziemlich festgetreten - was das SChaufeln doppelt mühsam macht. Aber: Ein Hoch auf unseren Nachbarn mit
       seinem roten Schaufel-Flitzer, der uns einen Tag lang zur Hilfe eilte!

   ... und wer dachte, dass das Boden-auf-Holzstapel-schaufeln anstrengend wäre... der hatte noch nichts von den "Freuden"
       des Rechens geahnt... denn was draufgeschaufelt wird... kullert und rutscht natürlich fleissig der Schwerkraft entgegen
       und muss enstprechend wieder hochgerecht werden... also schaufeln -rechen-schaufeln-rechen-schaufeln.... und ja, es
       häufen sich die Momente wo sich der ein oder andere Fragt: WAS haben wir uns bei dieser riesen Menge Arbeit gedacht?
       In Anbetracht der geplanten Anzahl der Hügel und nach dem ersten Hügel auch wissend, wieviel Arbeit da noch drin steckt...
       sind wir auch um die lieben "Coffee-To-Go"-Lieferungen und leckere Snachs in den Wald sehr dankbar - und so bringt sich
       hier jeder auf seine Weise und nach seinem Möglichkeiten ein - egal ob Holz gerückt, schwer geschaufelt oder um das
       leibliche Wohl bekümmert. Denn egal, wie gut die Früchte später wachsen - unsere Gemeinschaft wächst an diesen Tagen
       auf eine ganz besondere Art, da lässt es sich schon einmal hoch hinauf klettern und das Werk von oben bestaunen...
 

   ... wer meint, er könne derzeit lauter Holz den Wald nicht mehr sehen... sollte nochmals nachschauen: denn das könnte auch
       am Springkraut und dem Knöterich liegen, die ringsum so langsam damit beginnen, unsere frisch angesetzten Bäume und
       Sträucher zuzuwuchern... da heißt es dann für einen Tag: Handanlegen und rupfen was das Zeug hält... Freisensen ist
       hier keine Option, da man die dünnen gelben Setzmarkier-Stängel zwischen den andern Stängeln kaum noch sieht...
       Stunden später stellt man fest: Auch diese Arbeit kann meditativen Charakter entwickeln... ohmmmmm....
 

   ... was hier ein paar Tage später dann nicht dokumentiert ist: wie man im wahrsten Sinne des Wortes "knietief in der Scheisse
       stecken" kann. Denn was bei den Schichten auf dem Hügel noch fehl...: erst Holz, dann Mulch, dann Boden, dann... genau
       ziemlich viel Pferdemist. Um es genau zu nehmen: vier LKW-Anhänger voll... Plus Sonderlieferungen von unserer Nachbarin.
       Und auch die wollen, treue Leser wissen es bereits - geschaufelt und gerächt werden... und zwar auf ALLEN HÜGELN...
       hatten wir erwähnt, dass es Momente gibt, in denen Wir uns fragen, WAS.... aber macht nichts, mit den Hügeln und der
       geschafften Arbeit wächst auch der Zusammenhalt und die Freude über das entstehende und die Vorfreude auf das Ernten...

 

 

Februar & März 2018:

 

Nachdem der Schnee weg ist und die Informationsveranstaltung zu unserem Projekt Lust auf Mehr geweckt hat, kommen endlich die lang ersehnten Sträucher und Jungbäumeund können gepflanzt werden. Mit dene ersten Frühlingsboten besuchen wir noch die Samenbörse am ÖBZ und endlich starten wir dann mit dem Aufbau der Hügelbeete, angefangen vom

 

- "Anzeichnen" vom Blatt auf den Waldboden: Nach dem Vermessen der Lage unserer geplanten Beete werden mit Hobelspähnen die Umrisse der Hügelbeete auf dem Boden markiert

 

Dezember 2017:

 

Der neue Zaun sieht zwar nicht sehr einladend aus, aber sorgt nun dafür, dass die frisch gesetzten Jungpflanzen nicht von den Rehen zum Frühstück verspeist werden.
 

Dezember 2017:

 

Zauberhafte Winterruhe legt sich über unseren Waldschmausgarten. Nach einem anstrengenden und aufregenden Herbst-Endspurt, bei dem der Altbestand mit Fällungen, Häcksler- und Fräsarbeiten und der Neupflanzung von mehr als 1.000 neuen Büschen und Jungbäumen die Grundlagenarbeiten für das kommende Jahr gelegt wurden, kehrt unter der dicken Schneedecke nun erst einmal Ruhe ein.

August 2017:

 

Zu Besuch in der Region Chiemgau erhalten wir Einblicke in bereits bestehende Permakultur-Projekte. Fachliche Führung und Austausch mit anderen Interessierten geben einen Einblick, was auf uns zukommen wird, was bei der Planung zu beachten sein wird, was alles möglich ist und ergänzen theoretische Vorgespräche mit praktischen Beispielen vor Ort.

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